Mit dem ersten Derby-Sieg seit mehr als fünf Jahren hat sich der Hamburger SV in der 2. Fußball-Bundesliga endgültig zurückgemeldet und den Höhenflug des Nord-Rivalen Werder Bremen erst einmal gestoppt. Der HSV gewann das Duell im Bremer Stadion mit 2:0 (2:0) und zog in der Tabelle an Werder vorbei.

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Er ist ein Gesicht der Bundesliga – Paul Breitner. Mit dem FC Bayern wurde er fünfmal Deutscher Meister, zweimal DFB-Pokalsieger und gewann den Europapokal der Landesmeister. Neben seinen sportlichen Erfolgen wurde er aber auch als Rebell auf dem Platz geliebt und gefürchtet. Unsere Dokumentation über die Fußball-Legende findet ihr hier: https://kurz.zdf.de/UCW/

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Das erste Nordderby seit dreieinhalb Jahren entwickelte sich von Anfang an zu einer turbulenten Partie. Vor 21.050 Zuschauer*innen gingen die Gäste bereits mit der ersten Chance in Führung. Nach feinem Zuspiel von Moritz Heyer war Robert Glatzel gegen die noch unorganisierten Bremer per Kopf zur Stelle (2.). Werder reagierte danach mit wütenden Angriffen, die Hausherren wurden dabei aber früh zu hektisch und spielten zu unkontrolliert. Der HSV machte insgesamt den reiferen Eindruck und war nach etwas mehr als einer halben Stunde (31.) auch noch in Überzahl, weil SVW-Kapitän Christian Groß völlig übermotiviert HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes umgrätschte und dafür zurecht die gelb-rote Karte sah.

Lag Schiedsrichter Sascha Stegemann mit dieser Entscheidung richtig, entschied er wenig später aus Sicht der Bremer falsch. HSV-Abwehrchef Sebastian Schonlau hatte im Strafraum Werder-Stürmer Marvin Ducksch zu Fall gebracht, doch der Elfmeterpfiff blieb aus. Das Stadion tobte nun endgültig, Werder-Coach Markus Anfang hüpfte an der Seitenlinie völlig außer sich auf und ab. Als Stegemann dann in der 42. Minute auch noch einen Freistoßtreffer von Ducksch nicht gab, weil Werder-Neuzugang Mitchell Weiser regelwidrig in der Mauer der Gäste gestanden hatte, verstanden die Grün-Weißen die Welt erst einmal nicht mehr. Doch die Bremer mussten vor der Pause noch einen weiteren Nackenschlag verkraften. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs erhöhte Heyer für den HSV per Kopf auf 2:0 (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich Werder dennoch weiter darum, ins Spiel zurückzufinden. Als HSV-Kapitän Schonlau ebenfalls Gelb-Rot sah (52.), witterten die Bremer noch einmal Morgenluft. Doch bei allem Einsatz fand Werder gegen die stabile HSV-Defensive lange Zeit keine Mittel. Stattdessen versäumte es Bakery Jatta nach etwas mehr als einer Stunde für die Entscheidung zu sorgen, als er am Bremer Torwart Michael Zetterer scheiterte. Für Werder vergaben zweimal der eingewechselte Niclas Füllkrug (74., 77.) sowie in der Nachspielzeit Milos Veljkovic Chancen auf den Anschlusstreffer.

Die Startaufstellungen:

Werder Bremen: 30 Zetterer – 8 Weiser, 13 Veljkovic, 26 Mai, 3 Jung – 36 Groß, 23 Rapp, 22 Schmidt, 17 Nankishi, 20 Schmid, 7 Ducksch
Trainer: Markus Anfang

HSV: 1 Heuer Fernandes – 21 Leibold, 4 Schonlau, 34 David, 2 Gyamerah – 23 Meffert, 3 Heyer, 6 Kinsombi, 10 Kittel, 18 Jatta – 9 Glatzel
Trainer: Tim Walter

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

#zdfbundesliga

50 Comments

  1. Das mit der Mauerregelung verstehe ich nicht so ganz, wusste er das als Profi nicht, also ich wusste es auch nicht, bin aber kein Profi, kann wer erklären, warum er das gemacht hat, oder wieso es diese Regel gibt?

  2. Ok, den Platzverweis von Schonlau verstehe ich jetzt nicht. Er steht da nur, macht keine Bewegung, der Bremer rennt in ihn rein und dafür gibt es gelb? Wo soll er denn bitte hin?

  3. (…)Mit dem ersten Derby-Sieg seit mehr als fünf Jahren hat sich der Hamburger SV in der 2. Fußball-Bundesliga endgültig zurückgemeldet(…)

    den satz muss man sich erstmal auf der zunge zergehen lassen. ^^
    da braucht es tatsächlich werder bremen, damit sich der hsv in der 2.liga zurückmelden kann. endgütlig.
    oh weh

  4. Kackspiel. HSV hat den Schiri doch bezahlt ey. Eine unberechtigte rote Karten, Freistoßtor hätte bei allen anderen gezählt, Elfer nicht gepfiffen… sehr schlechte Schiri-Leistung. Schwach.

  5. Damit der Vereinsname endlich zu dem passt, was die Mannschaft seit Jahren ist (-und wohl auch noch Jahre bleiben wird), sollte sich der HSV umgehend in HZV umbenennen:
    HZV = Hamburgs Zweitliga-Vertreter